Folge der Spur der Lausitzer Sagen!

Es war einmal in der Lausitz, zu einer längst vergessenen Zeit. Es war die Zeit der Riesen und Zwerge, die Zeit von Glücksdrachen, sagenhaften Gestalten und magischen Kräften. Einhörner, sprechende Tiere, lebende Wälder und Zauberer waren damals in dieser Gegend völlig normal. 

Aus dieser mystischen Zeit sind uns, neben einigen alten Überlieferungen in Form von Sagen, nur wenige Spuren bekannt. Aber immer mehr deutet darauf hin, dass es diese Zeit wirklich gegeben hat.

Noch heute thronen die Berge Bielehboh und Czorneboh über der Lausitz und auch heute findet man dort noch die Zeugnisse einer längst vergessenen Zeit.

Doch von Anfang an:

Die Legende besagt, dass es zwei Götter gab, Czorneboh und Bilebóh. Czornebóh war der schwarze Gott und Herrscher über die Materie und alles was es auf der Erde Gab. Bilebóh hingegen war der weiße Gott, der Herscher der Kräfte, der Liebe und des Geistes, der allem inne wohnte. Er war der Herr der Kräfte im Universum und die Antwort nach dem Sinn des Seins. Nichts konnte ohne sie existieren. 

Sie schlossen einen gemeinsamen Vertrag für die Ewigkeit und schrieben diesen ein mystisches Buch, welches mit weißer Tinte auf schwarzen Seiten und mit schwarzer Tinte auf weißen Seiten beschrieben war, je nachdem, aus welcher Perspektive man das Buch laß. Sie schrieben alles nieder, was die Welt im Innersten zusammenhält. Alle Weisheit, alles Wissen schrieben sie in dieses Buch. Seitdem war das Buch die Grundlage allen Lebens, Sinns und Seins im ganzen Land. Sie nannten es Koraktor.

Zur Sommersonnenwende versammelten die Menschen, Tiere und alle anderen Lebewesen zur Feier der irdischen Fruchtbarkeit auf dem Berg, den sie Czorneboh nannten. Gemeinsam verehrten sie das mystische Zauberbuch. Der Koraktor war das Buch, das auf jede Frage eine Antwort fand und alle Lebensformen in der Lausitz waren sich darüber, dass das Buch immer Recht hat. Jeder durfte Fragen an das Buch stellen und es hatte stets eine weise aber auch praktischer Antwort parat. Selbst Konflikte und Streit vermochte das Buch lösen.

Viele Jahrhunderte und Jahrtausende vergingen, in denen alle Lebewesen in der Lausitz auskömmlich zusammenlebten. Es herrschte das Paradies auf Erden.

Irgendwann jedoch, im frühen Mittelalter, zogen räuberische Banden und kriegerische Ritterheere vom Westen her in die Lausitz. Einer der ersten, der einen Trupp in die Lausitz führte, war ein gewisser Landvogt Reissenberg. Er schickte Kundschafter aus, die ihm von den heidnischen Treffen auf dem Czorneboh berichteten. Sie berichteten ihm auch von dem geheimnisvollen Buch und den magischen Kräften, die es besitzt. Er beschloss, sich dieses Buch zu beschaffen.

Im Juni des folgenden Jahres versammelten sich wieder die abgesandten aller Lebensformen zur Feier des gemeinsamen Lebens auf dem Czorneboh. Alle waren um den Lesefelsen versammelt. Es sollte gleich losgehen. Der Wassermann würde als erster aus dem Koraktor lesen. Er schlug die erste Seite auf, die wichtigste Stelle im Buch. Dort stand nämlich das Geheimnis des Glücks. Der Wassermann wollte gerade anfangen, als es plötzlich ein Knall gab, der alle überraschte. Überall Rauch und Nebel – und ein Schatten,  von einem hohen Ross. Ein hieb, ein Schrei, ein dumpfer Riss – der Koraktor war verschwunden. Reissenberg hatte das Buch dem Wassermann entrissen – der hielt nur noch verdutzt die erste Seite in der Hand. Natürlich stürzten sich alle sofort auf den Eindringling, die Riesen zuallererst. Doch Reissenberg war schon gleich zu mächtig. Er setzte mit seinem Schlachtross einen donnernden Hufschlag auf den Lausitzer Granit so laut und grell, dass bis an die Nordküsten zu spüren war. Alle vielen betäubt um und Reissenberg entfloh mit seinem schwarzen Ross und dem Koraktor in den Nachthimmel.

Das Elend war geschehen und den Bewohnern der Lausitz blieb nur die eine, erste Seite. Doch ohne das Buch waren sie machtlos gegen Reissenberg und sein Gefolge. Schon bald kamen Glaubensbrüder mit neuen Weisheiten, mit neuem Wissen, neuen Sprachen und sie bauten überall ihre Tempel. Auf die Spitzen dieser Tempel bauten sie Türme mit Glocken die über das ganze Land schallten. In genau dem grellen Ton des Hufschlags, der die mystische Welt in ihren Grundfesten erschütterte und den Beginn ihres Untergangs bedeutete. Die meisten mystischen Wesen konnten diesen Ton nicht ertragen und verließen die Lausitz.  Mit ihnen schwand auch der Glaube der Menschen an die Existenz der mystischen Kräfte. Heute sind nur noch Sagen übrig, als Zeugnisse dieser vergangenen Zeit.

Der Koraktor tauchte viele Hundert Jahre später wieder auf, in der Sage um Krabat. Es wird gemunkelt, dass Reissenberg die Geister die er mit den Glaubensbrüdern rief, selbst nicht mehr los wurde und er der Hexerei bezichtigt wurde. So beschloss er sich anonym in die Lausitzer Heide zurückzuziehen und von dort, aus dem Schatten, als Schwarzer Müller, die Welt zu formen.

Der schwarze Müller in Schwarzkollm hatte, der Sage nach, den Koraktor in seiner Kammer verschlossen. Wie wir wissen, konnte Krabat den Koraktor mit einer List vom schwarzen Müller stehlen. Daraufhin führten sie einen langen Kampf durch Raum und Zeit, denn der Müller war über die Jahre so mächtig geworden, dass er auch ohne das Buch zaubern konnte. Am Ende schien Krabat den Kampf gegen den Müller gewonnen zu haben und lebte dann noch einige Jahre als der gute sorbische Zauberer in der Lausitz. Kurz vor seinem Tod ließ er den Koraktor in den Fluten der Nordmeere versenken, weil er wusste, dass es gefährlich wäre, wenn das Buch in falsche Hände gelangt und es von Menschen benutzt würde, die im falschen Glauben stehen.

Der Koraktor liegt also nach letzten Erkenntnissen seit dem 17.Jahrhundert auf dem Meeresgrund der Nordmeere. Seit der Koraktor verschwunden ist, begann sich aus einem unerfindlichen Grund der Glaube vieler Menschen auf der Welt zu verändern. Die Wissenschaft und der Fortschritt erlangten eine immer größere Bedeutung. Es folgten die Aufklärung mit der Französischen Revolution 1789 und eine rasante Zeit der gesellschaftlichen Umstürze und tiefgreifender Veränderungen der Umwelt bis heute. So geht es den meisten Menschen in der Lausitz heute sehr gut, denn sie sammelten und teilten Ihr Wissen und erlangten großen Wohlstand. Sie nennen es Big Data und Künstliche Intelligenz. Sie versuchen einen neuen Koraktor 2.0 zu erschaffen. Ein Orakel das alles über die Materie weiß und auf alle Frage eine Antwort hat. Aber ob ein solches künstliches Orakel auch die Weisheit des Koraktors hat und auch den Geist und die Liebe in sich vereint, das darf bezweifelt werden.

Also bleibt die Frage:

Was ist mit der ersten, der wichtigsten Seite des Koraktors geschehen, die der Wassermann noch retten konnte?

Es war einmal der Wassermann, er war der der Herr des Wassers und der geheime Herrscher der Lausitz. Das Wasser berichtete ihm von überall in der Lausitz, sodass er immer Bescheid wusste.
Obwohl er mürrisch war, war er doch von gerechter Natur und liebte seine Heimat sehr. Er sorgte dafür, dass im Land Gerechtigkeit herrschte und half den Menschen, wo er konnte. Die Menschen dankten ihm dafür und teilten ihre Ernten mit ihm. Sein Grundsatz lautete:
„Hilf anderen bei ihrem Glück, und du wirst Glück erfahren.“
Der Wassermann half auch armen Menschen aus der Not, wie ein gewisser Bauer aus Niedergurig erfahren hatte. Dieser ging einmal an der sogenannten Teufelshalle vorbei, wo der Wassermann damals wohnte. Der arme Mann war in traurigen Gedanken, denn es war Zeit, Getreide zu säen, aber er hatte weder Getreide noch Geld. Der Wassermann sprach den Bauern an, warum er so traurig sei. Der arme Mann klagte ihm seine Not. Der Wassermann sagte:
„Ich kann dir helfen. Komm morgen Abend, wenn der Mond aufgeht, zur großen Eiche am Wasser, an der sich der Strudel dreht. Dort findest du, was du brauchst, aber in einem Jahr musst du mir am selben Tag und zur selben Zeit wieder das zurückgeben, was du morgen von mir bekommst.“
Am nächsten Tag kam der arme Mann, wie er bestellt war, und fand dort unter der Eiche zwei Scheffel Getreide. Das hat ihm sehr geholfen. Er vergaß aber nicht, am ausgemachten Tag zwei Scheffel Getreide unter die Eiche zu stellen. Seitdem hatte der arme Mann immer genug Getreide.
In Bautzen saß der Wassermann zur Abenddämmerung oft auf der Spitze der Alten Wasserkunst und schaute sich die untergehende Sonne hinter den Kamenzer Bergen an.
Wenn er dann nach Hause ging, führte er unten an der Spree einen besonderen Tanz auf und sang dabei ein sonderbares Lied. Daraufhin öffnete sich der Zugang zu seinem Reich in den Gewässern der Oberlausitz.

Gehe zur Alten Wasserkunst und finde heraus, ob es in der Nähe der Pforte einen Hinweis gibt.
(maximal 2 Meter Radius)

Der Schlangenkönig war sehr weise und klug, weil er das älteste Tier der Geschichte war. Er war der Hüter der Vernunft und des siebenten Geheimnisses des Glücks und trug stolz eine goldene Krone. Er wurde in Bautzen am Sonnenfelsen gesehen, einer Felsformation, die so steht, dass genau am Tag der Sommer- und Wintersonnenwende die Sonne durch eine Öffnung scheint.
An genau diesen zwei Tagen erschien der Schlangenkönig als Orakel und viele Menschen kamen von Nah und Fern, um ihm ihre Fragen zu stellen und seine weisen und vorausschauenden Antworten zu hören. Er antwortete auf die Fragen, indem er mit seinem Schlangenkörper Symbole nachzeichnete.
Eines Tages kam ein junger Mann zum Schlangenkönig und bat ihn um Rat, weil er sehr verliebt in eine junge Frau war, die ihn jedoch nicht zu beachten schien.
Der Schlangenkönig orakelte und sah, dass die junge Frau tatsächlich in den jungen Mann verliebt war, sie war nur zu schüchtern, um es zu zeigen. Der Schlangenkönig zeichnete ein Symbol in den Sand, das die Geduld darstellte, und erklärte dem jungen Mann, dass Geduld der Schlüssel sei, um das Herz der Frau zu gewinnen.
Der junge Mann nahm den Rat des Schlangenkönigs an und übte Geduld. In der Zwischenzeit beobachtete die junge Frau den jungen Mann aus der Ferne und bemerkte, dass er immer geduldig und freundlich war, egal was passierte.
Sie beschloss, ihm ihre Liebe zu gestehen und bald darauf heirateten sie. Der Schlangenkönig war sehr glücklich, als er von ihrer Hochzeit erfuhr und wusste, dass sein Rat dazu beigetragen hatte. Von da an wurde er noch mehr verehrt und seine Weisheit noch mehr geschätzt. Er blieb für immer der Schlangenkönig, der Hüter der Weisheit und Vernunft und des siebenten Geheimnisses des Glücks.

Finde den Sonnenfelsen neben dem alten Bürgermeister. Schau nach ob der Schlangenkönig eine Botschaft in der Nähe hinterlassen hat.

In der Lausitz gab es früher sehr viele Sümpfe und wenn die Menschen in ein anderes Dorf wollten, mussten sie oft dunkle Wälder und gefährliche Stellen durchqueren.
Auch dem jungen Jakub erging es einmal so, als er in die Stadt Hoyerswerda wollte, um Medizin für seine kranke Mutter zu holen. Er kannte ungefähr die Himmelsrichtung und wusste, dass er einen Tag und eine Nacht unterwegs sein würde. Auf seiner Reise würde er das Dubringer Moor durchqueren müssen. Viele sind von dort nicht mehr zurückgekehrt. Doch er hatte keine Wahl.
Er lief los und als es zu dämmern anfing wurde der Boden unter seinen Füßen feuchter und der Wald um ihn herum dichter. Er lief immer weiter gerade aus, bis er plötzlich in sumpfiges Loch stürzte. Mit letzter Kraft konnte er sich wieder aus dem Schlamm befereien, doch er wusste nicht mehr in welche Richtung er laufen sollte.
Es war inzwischen Nacht und der dichte Wald verdeckte die Sterne. Verzweifelt irrte er umher, Panik und Angst begannen ihn zu erfassen. Er dachte: „Halt! Stop! Ruhig bleiben! Ich kann das trotzdem schaffen! Ich muss nur kurz überlegen.“
Er erinnerte sich an die Geschichte von dem Bauern, der einst die Błudnički traf. Das sind kleiner Irrlichter in den dunklen Sümpfen. Wenn man an sie glaubt, erscheinen sie und weisen einem einen sicheren Weg. Er schaute sich um und sah tatsächlich ein fernes kleines Licht, das sich zu bewegen schien aber trotzdem auf der Stelle blieb. Er folgte dem Licht und bald kam ein zweites und ein drittes hinzu. Die Lichter verschmolzen immer mehr zu einem großen Licht und plötzlich verschwand es.
Jakub guckte sich verdutzt um, denn er war einfach diesen Lichtern gefolgt. Er sah Häuser und Menschen die in Kutschen fuhren, das musste Hoyerswerda sein. Er hatte sein Ziel erreicht, und er verstand, das der Glaube daran, ein fernes Ziel erreichen zu können, einem zugleich den richtigen Weg zum Glück weist.

Die Błudnički (Irrlichter) waren der slawischen Gottheit Svantovit verbunden. Slawische Gottheiten haben oft mehrere auch farbige Köpfe. Svantovit ist vierköpfig, jeder Kopf schaut in eine Himmelsrichtung. Dabei wird jeder Himmelsrichtung eine eigene Farbe zugeordnet:
– Norden weiß,
– Westen rot,
– Süden schwarz und
– Osten grün.
Die Seidau vor Bautzen war früher eine sumpfige Gegend, in der sich viele Leute verliefen. Aber zum Glück gab es die Irrlichter. Sie wiesen den Menschen gern den richtigen Weg und wollten dafür aber auch fair belohnt werden. Das Moor und die Irrlichter sind verschwunden.
Zurückgelassen haben sie einen letzten farbigen Hinweis.
– Suche dazu nach der schmalsten Gasse von Bautzen
– Vom Dom St. Petri kommend, siehst du einen Holzzaun. Dort in der Nähe war zu alten Zeiten der Zugang zum Reich der Błudnički.
Wenn ihr den Hinweis gefunden habt,
– geht 10 Schritte von dort in die richtige Himmelsrichtung
und ihr kommt dem Glück einen Schritt näher.

Plon ist nicht sehr groß, vielleicht 2-3 Schritte in der Länge. Aber er ist unglaublich lustig und hatte immer einen Scherz oder kleinen Streich auf Lager. Er mag es Spaß zu haben und Glück zu bringen.
Aber er mag es gar nicht, wenn es nur um das immer mehr und das nie genug geht. Wenn Menschen nicht genug bekommen können, nimmt er ihnen meistens alles weg was er gebracht hat und verlässt sie.
So war es einmal, dass ein Bauer einen Plon hatte, also einen Glücksdrachen. Der kochte dem Bauern immer gute Speisen und brachte ihm sogar Geld. Der Bauer war sehr zufrieden mit seinem Drachen, doch als er genug Goldstücke hatte, wollte der Drache nicht mehr arbeiten. Der Bauer war verärgert und verlangte, dass der Drache ihm weiterhin Goldstücke bringen sollte.
Der Drache tat, wie ihm geheißen, doch der Bauer war immer noch nicht zufrieden. Er wollte, dass der Drache ihm auch noch die Socken voll Geld füllte. Der Drache sah sich die Socken an und bemerkte, dass das untere Ende abgeschnitten war. Er wusste, dass es unmöglich war, die Socken zu füllen. Kurz darauf verließ er das Haus des Bauern.
Doch kurz darauf verloren der Bauer und seine Familie auch alle Gelder und Habseligkeiten, die sie sich angesammelt hatten.

Der Plon sonnte sich zu gern glücklich und zufrieden vor den Mauern der Stadt. An dieser Stelle gibt es auch einen geheimen Zugang zum Schloss, der heute als Schaufenster genutzt wird. Finde diesen und Dein Glück.

In der Lausitz lebte einmal ein Volk, das Tapferkeit und Mut als höchste Werte auserkoren hatte. Sie waren wahre Kämpfernaturen und hatten vor nichts Angst. Ihre Stärke war erstaunlich und jeder von ihnen wollte der Größte und Stärkste sein. Und so wurden sie immer größer und immer stärker, bis sie zu Riesen wurden. Sie waren gutmütig und waren froh, wenn sie mit ihrer Stärke anderen helfen konnten. Aber dafür hatten sie kein Talent für Kunst und Musik, obwohl sie Musik und Kunst so liebten.

Einer von den Riesen hieß Sprjewnik, der die Stadt Bautzen viele Male vor den angreifenden Heeren Reissenbergs beschützte. Dafür war er gern gesehener Gast bei den Festen der Stadt, bei denen es viel Kunst und Musik gab. Die Menschen und Riesen ergänzten sich perfekt und waren als Team unschlagbar. Wenn die Stadt angegriffen wurde, holte der Riese Sprjewnik sein Pfeil und Bogen und ein Späher bezog auf einem hohen Punkt Position.
Der schätzte dann mit einer speziellen Methode die Entfernung des Feindes und gab sie an den Riesen weiter. Der Riese wusste dann, in welchem Winkel und mit welcher Spannung er den Pfeil abschießen musste, um das Ziel zu treffen. Oft reichten ein Paar Warnschüsse mit den übergroßen Pfeilen des Riesen und der Feind ergriff aus Angst die Flucht.
Die Menschen in Bautzen waren dankbar für den Schutz des Riesen Sprjewnik und er wurde von allen verehrt. Er lebte glücklich und zufrieden in ihrer Mitte, immer bereit, sie vor Gefahren zu beschützen.

Gehe zum Reichenturm und finde den Hinweis mit weiteren Instruktionen.

Die Připołdnica

Die Mittagsfrau war die Hüterin des Wissens, Sie war eine sehr alte aber sehr jugendlich wirkende Frau in einem blumigen Kleid. Sie lebte in den Hainen zwischen den Feldern und erschien wenn, dann nur in der Mittagsstunde. Sie war frech, sehr klug und ihr Verstand war messerscharf, so wie die Sichel, die sie immer bei sich trug.
Am Anfang der Zeit lehrte sie den Menschen in der Lausitz das Wissen über den Flachs, wie man ihn anbaut und verarbeitet.
Sie zeigte Ihnen wie man Äcker richtig anlegt und dass Flachs eine besonders nützliche Pflanze ist. Die Menschen folgten den Ratschlägen der Mittagsfrau und bald war die Lausitz bekannt für Ihren Flachs, die robusten Stoffe, die aus den Fasern gewebt wurden und das Gold der Lausitz, welches aus den Samen der Pflanze gepresst wurde, das Leinöl. Den Menschen in der Lausitz erging es gut mit dem Flachsanbau und aus dem Wissen über Ihre eigenen Fähigkeiten schöpften sie Hoffnung auf ein gutes Leben.
Wer die Mittagsfrau traf, dem verriet Sie gegen eine Fläschchen Leinöl wertvolles Wissen und praktische Tricks. Doch nicht jedem verriet sie Ihre Geheimnisse, nur denjenigen die sich würdig erweisen sollten und das Wissen um den Flachs zu schätzen wussten. Allen anderen machte sie das Leben bei der Arbeit sehr schwer.

Gehe zum ehemaligen Bautzener Handelshaus mit einer prachtvollen Pforte. Dort wurde die edelsten Stoffe der Lausitz angeboten. Man kann den Eingang an einer imposanten alten Eisentür erkennen. Diese ist mit kunstvollen goldenen Ornamenten beschlagen. Dort muss ganz in der Nähe ein Hinweis zu finden sein.

Die Lutki waren kleine Leute die in unterirdischen Höhlen oder bei den Menschen in den Kellergewölben lebten. Sie waren sehr fleißig und liebten es zu backen und den Menschen mit frischem Brot eine Freude zu machen. Eine Legende aus Hoyerswerda berichtet folgendes:
Am oberen Ende eines kleinen Hügels bei Hoyerswerda wohnte Familie Budar. Zu ihnen gingen die Lutki oft um die Brotschüssel zu holen. Die Brottschüssel ist eine große Schale, in der man den Brotteig knetete und ihn gehen ließ. Die Lutki erzählten alles falsch herum. So sagten sie: „Wir wollen nicht haben eure Nicht-Brotschüssel. Wir wollen nicht benutzen eure Nicht-Brotschaufel und euch auch nicht bringen Unbrot dafür.“
Vor Hunden fürchteten sie sich sehr und bevor sie in den Hof kamen, riefen sie immer: „Bindet Euren Unhund nicht an, sonst wird er uns nicht beißen“.
Dann brachten sie die Brotschüssel wieder und zugleich einige frische Brote, die sie gebacken hatten. Das waren kleine runde Brötchen, die besonders gut schmeckten.
Auch hier gab es die kleinen Lutki. Sie backten kleine Brötchen und gaben sie armen Menschen in der Stadt, die kein Geld hatten. Ihre Bäckerei gibt es heute noch, mal sehen ob Ihr sie findet.

Gehe zum Schloss. Wenn du vor der alten Schlossschänke (Restaurant Burghof) stehst, dann halte dich links und finde den Durchgang. Dieser führt dich zum Eingang der kleinen Bäckerei. Ganz dort in der Nähe sollte ein Hinweis zu finden sein.